Pressemitteilung | Neue Hattersheimer Grundschule: „Kreis soll nachjustieren!“

Dr. Philipp Neuhaus zur Bauplanung der neuen Hattersheimer Grundschule
Dr. Philipp Neuhaus zur Bauplanung der neuen Hattersheimer Grundschule

SPD fragt beim Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreises zu Bebauungsplanungen für die neue Grundschule in Hattersheim nach und wünscht sich einen fairen Umgang mit den Betroffenen.

„Wenn für die neue Grundschule in Hattersheim ein rund acht Meter hohes, zweistöckiges Schulgebäude direkt an der Grenze der Bestandsgrundstücke errichtet wird, können wir die geäußerten Bedenken der Anwohner*innen sehr gut verstehen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Philipp Neuhaus mit Blick auf die mediale Berichterstattung in den vergangenen Wochen, „wir wünschen uns, dass der Kreisausschuss nochmal intensiv auf die vorgelegten Planungen schaut und die Anfrage unserer SPD-Kreistagsfraktion zum Anlass nimmt, um hier im Sinne einer fairen und einvernehmlichen Lösung nachzujustieren.“ Ein solches wichtiges Großprojekt sollte nicht über den Köpfen und gegen den Willen der Betroffenen in der gewachsenen Nachbarschaft durchgedrückt werden.

Zwar befürworte die SPD fraglos die dringend benötigte neue Grundschule für Hattersheim und erwarte, dass sich der Kreis bei den Bauplanungen grundsätzlich an geltendes Baurecht gehalten habe, die tatsächliche Ausgestaltung und die Art und Weise des Zustandekommens werfen jedoch Fragen auf, finden die Sozialdemokraten: „Nicht alles, was nach den rechtlichen Vorgaben vielleicht zulässig ist, führt zu einer am Ende für alle vertretbaren und fairen Lösung. Die neue Grundschule sollte nicht zu langanhaltenden Auseinandersetzungen mit der Nachbarschaft führen.“ Zumal besonders die Festlegung auf den Standort am Südring und das angewandte Auswahlverfahren des Kreises erhebliche Zweifel hervorriefen. Es liege nahe, dass der Kreisausschuss den Standort nicht in erster Linie nach der baulichen Eignung gewählt habe. Denn für die projektierte drei- bis vierzügige Grundschule mit bis zu rund 400 Schülerinnen und Schülern mitsamt einer 2-Feld-Sporthalle sei die vorgesehene Grundstücksfläche ganz offenbar sehr klein und auch die verkehrliche Erschließung bedürfe eines erheblichen Mehraufwands. „Der gewählte Standort mit seiner geringen Fläche schränkt die Anordnung und Kubatur der Gebäude stark ein und führt dazu, dass Mindestabstände wohl bis zum letzten ausgereizt werden müssen“, erläutert Dr. Neuhaus, „der Standort wurde sicher nicht in erster Linie aus baulichen Gesichtspunkten gewählt.“ Die entscheidende Rolle dürfte vielmehr die günstige Verfügbarkeit des Grundstücks für den MTK gespielt haben, vermuten die Sozialdemokraten – denn es wurde bereits 2019 vom Kreis erworben. „Mit dem frühzeitigen Grundstückserwerb wurde ganz klar eine faktische Vorfestlegung in die Welt gesetzt, in die das Bauvorhaben nun auf Biegen und Brechen eingepasst werden muss. Es stellt sich daher auch die Frage, wie Standortwahl und letztliche Planung für den Kreisausschuss aus heutiger Sicht zusammenpassen.“