Mehrheit im Kreistag des Main-Taunus-Kreises unterstützt den SPD-Antrag zur Beendigung des Projektes „Deponie auf Deponie“ in Wicker.

Die Flörsheimer SPD hat die Beendigung der Planungen für das Projekt „Deponie auf Deponie“ begrüßt. „Mehr als ein Jahr sind seit dem Beginn dieser unüberlegten Planungen vergangen. Wir haben bereits im Flörsheimer Stadtparlament Ende vergangenen Jahres beantragt, dieses Projekt aufzugeben. Es hat dann noch einmal ein halbes Jahr gedauert, bis sich die Verantwortlichen zu einer Entscheidung durchgerungen haben“, erklärte die Wickerer SPD-Stadtverordnete Katharina Adam.

Die Flörsheimer SPD hat die Beendigung der Planungen für das Projekt „Deponie auf Deponie“ begrüßt. „Mehr als ein Jahr sind seit dem Beginn dieser unüberlegten Planungen vergangen. Wir haben bereits im Flörsheimer Stadtparlament Ende vergangenen Jahres beantragt, dieses Projekt aufzugeben. Es hat dann noch einmal ein halbes Jahr gedauert, bis sich die Verantwortlichen zu einer Entscheidung durchgerungen haben“, erklärte die Wickerer SPD-Stadtverordnete Katharina Adam.

Für die Sozialdemokraten ist nicht nachvollziehbar, dass die maßgebenden Vertreter in den Gremien der RMD Gutachten und Planungen in Auftrag gegeben und sogar das Genehmigungsverfahren eingeleitet haben, ohne zunächst das Votum der Bürger abzuwarten. „Dadurch sind vermutlich Kosten von mehr als 1 Million € entstanden, die jetzt angeblich vom Main-Taunus-Kreis getragen werden. In Wahrheit holt sich der Landrat das Geld über die Kreisumlage von den Städten und Gemeinden und damit von allen Bürgerinnen und Bürgern zurück“, stellte die Fraktionsvorsitzende Marion Eisenmann-Kohl fest.

Bezeichnend ist in den Augen der SPD auch das Argument der Kreiskoalition aus CDU, FDP und Grünen, das Projekt „Deponie auf Deponie“ rechne sich wirtschaftlich nicht und sei deshalb aufzugeben. Eigentlich hätten ökologische Gründe und die fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung ausschlaggebend sein müssen.

Der Rhein-Main-Deponiepark in Wicker sei bis vor wenigen Jahren ein weltweit bekanntes und beachtetes Vorzeigeprojekt für Recycling und erneuerbare Energien gewesen, das ursprünglich weiterentwickelt werden sollte. Die eigentliche Abfallbeseitigung sei bereits 2005 aufgegeben worden. Stattdessen wurde versprochen, die Deponie stillzulegen. Die Stilllegungsphase begann ebenfalls bereits 2005. Aus reiner Geldgier sei das Projekt Deponiepark aufgegeben und das Versprechen gebrochen worden. Stattdessen wollten die Verantwortlichen zurück zum „Kerngeschäft“ Abfallbeseitigung. Das Ergebnis ist in den Augen der Sozialdemokraten ein Desaster. „Der Rhein-Main-Deponiepark als Zentrum für High-Tech bei Recycling und erneuerbaren Energien endet in einem grünen Hügelgrab, für das die Steuerzahler jahrzehntelang bluten werden“, heißt es in der SPD-Erklärung abschließend.